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Check · C01 · Consent Mode V2

Consent Mode V2 prüfen: Default, Update, vier Parameter

Der Check sucht den gtag(consent)-Aufruf mit den vier V2-Parametern. Steht er nicht im HTML, liest der Tiefenscan im Browser mit, ob ein CMP ihn setzt.

Was wird geprüft

Im HTML: Gibt es einen Aufruf gtag('consent', 'default', {…}) oder 'update', und welche der vier V2-Parameter stehen darin: ad_storage, analytics_storage, ad_user_data, ad_personalization. Alle vier ergeben „ok“, ein Teil „zu prüfen“. Fehlt der Aufruf ganz, ist das kritisch, wenn kein CMP erkannt wurde, und „zu prüfen“, wenn eins da ist, denn dann setzt es den Default vermutlich im Tag Manager.

Im Tiefenscan: Der Browser klinkt sich, bevor ein Script läuft, in dataLayer.push ein und protokolliert den ersten Consent-Default samt Parametern. Dieses Ergebnis ersetzt die statische Zeile. Sieht der Browser keinen Default, aber Google-Pings mit gcs-Stempel, ist Consent Mode aktiv; die Vollständigkeit der Parameter bleibt dann im Tag Assistant zu prüfen.

Warum ist das wichtig

Seit März 2024 verlangt Google für Werbetreibende mit Nutzern im EWR den Consent Mode V2. Ohne die beiden neuen Parameter fließen keine Signale mehr in Remarketing-Listen und Conversion-Modelling, und die Kampagnen optimieren auf einen Bruchteil der echten Abschlüsse. Wie die Umstellung in der Praxis aussieht, steht im Praxis-Leitfaden zu Consent Mode V2.

Häufige Ursachen

  • Consent Mode ist „aktiviert“, aber nur die zwei alten Parameter sind gesetzt; ad_user_data und ad_personalization fehlen seit dem V2-Pflichtupdate.
  • Der Default wird im Tag Manager gesetzt, aber erst nach dem ersten Tag, bei SPAs die klassische Race-Condition.
  • Die CMP-Kategorien wurden nie auf die Consent-Mode-Parameter gemappt. Das Banner sammelt Einwilligungen, gtag erfährt nichts davon.
  • Ein Template oder Plugin setzt die Parameter nur auf Unterseiten, die Startseite lädt ohne Default-State.

So beheben

gtag('consent', 'default', {…}) mit allen vier Parametern auf denied vor jedem Google-Tag ausführen, im HTML oder über den Consent-Initialization-Trigger im Tag Manager. Nach der Entscheidung im Banner ein update mit den erteilten Werten. Danach im Tag Assistant prüfen, dass der erste Ping den Default trägt und der zweite das Update.

Passende Vorlage

Audit-Checkliste Consent Mode

Sieben Schichten, je mit Prüfschritt, Fehlersignal und Owner. Deckt diesen Befund und die sechs Punkte drumherum ab.

Checkliste holen →

Erst selbst prüfen

Der Tracking-Check testet diesen Punkt zusammen mit allen anderen in Sekunden.

Tracking-Check starten →
Der Check meldet „nicht gefunden“, aber unser CMP setzt Consent Mode. Wer hat recht?

Vermutlich beide. Cookiebot, Usercentrics und die GTM-Templates setzen den Default oft im Tag Manager, nicht im Quelltext. Der statische Scan sieht das nicht und meldet bei erkanntem CMP „zu prüfen“ statt kritisch. Der Tiefenscan liest den Aufruf im Browser mit; sieht er ihn, ersetzt er die Zeile durch das gemessene Ergebnis.

Basic oder Advanced, was empfiehlt Datascale?

Das ist eine Entscheidung, keine Einstellung. Basic sendet nach Ablehnung nichts, Advanced sendet cookielose Pings mit denied-Stempel, aus denen Google Conversions modelliert. Advanced bringt mehr Daten und ist rechtlich umstritten. Der Befund Consent Mode: Basic oder Advanced zeigt, welcher Modus läuft; die Entscheidung gehört dokumentiert.

Was passiert ohne die beiden neuen Parameter?

Google Ads verwirft für Nutzer aus dem EWR die Signale für Remarketing und Conversion-Messung, wenn ad_user_data und ad_personalization fehlen. Die Kampagnen laufen weiter, nur lernen sie nichts mehr aus Ihren Conversions.

Behebung

Verdrahtet in Tagen, nicht in Sprints.

Befunde aus dem Tracking-Check gehen im Audit Sprint in eine Reihenfolge mit Aufwand, jeder Baustein mit Abnahmekriterium.