Was wird geprüft
Im HTML: Steht die TCF-Schnittstelle __tcfapi oder das Cookie euconsent-v2 im Quelltext, und gibt es __gpp für die Global Privacy Platform? Ein Treffer heißt „ok“ mit der Liste der gefundenen Frameworks. Kein Treffer ist ein Hinweis, nie kritisch, denn ohne IAB-Werbung fehlt schlicht der Anlass. Wer den Scan als „cookieless“ startet, bekommt die Zeile ohnehin herabgestuft.
Was der Scan nicht sieht: ein CMP, das __tcfapi erst nach der Banner-Interaktion bereitstellt, ob die Vendor-Liste gepflegt ist und ob der TC-String tatsächlich bei den Partnern ankommt. Das prüft man im Browser mit __tcfapi('ping', 2, console.log) und im Netzwerk-Tab an den Ad-Requests.
Warum ist das wichtig
Wer im EWR programmatisch wirbt, gibt Einwilligungen nicht an ein Tool weiter, sondern an eine Kette: SSP, DSP, Verifizierung, Retargeting. Das Transparency and Consent Framework der IAB verpackt die Entscheidung in einen TC-String, den jeder Partner liest, und Google verlangt von Publishern, die über Ad Manager, AdSense oder AdMob im EWR ausspielen, ein zertifiziertes CMP mit genau dieser Integration. Kein String, keine Auslieferung. Läuft TCF, leiten die Google-Tags auch den Consent-Mode-Status aus dem TC-String ab.
Für alle anderen gilt: Consent Mode V2 ist die Pflicht, TCF die Kür für Vermarkter. Welche Plattform das zertifiziert liefert, steht im Vergleich OneTrust, Usercentrics und Cookiebot.
Häufige Ursachen
- Die Site nutzt keine programmatische Werbung. Dann ist der Befund erwartbar und kein Fehler.
- Das CMP beherrscht TCF, aber der TCF-Modus wurde in der Konfiguration nie aktiviert.
- Ein TCF-fähiges CMP läuft im Standard-Modus, die Vendor-Liste ist leer.
- Die
__tcfapiwird erst nach Banner-Interaktion injiziert, im initialen HTML ist sie für den Scan unsichtbar.