Was wird geprüft
Im Tiefenscan: Der Browser klinkt sich vor dem ersten Skript in dataLayer.push ein und klickt dann „Alle akzeptieren“. Erscheint danach ein gtag('consent', 'update', {…}), ist die Zeile „ok“; bleibt er aus, steht sie auf „zu prüfen“, denn Consent Mode V2 bekommt das Opt-in dann womöglich nicht mit. Kein Google-Tag, keine Zeile. Ohne GA4 oder Google Ads gibt es nichts, das ein Update bräuchte.
Was der Scan nicht sieht: Updates, die ein CMP über einen anderen dataLayer-Namen oder direkt per Cookie-Lesen im Tag Manager umsetzt, und Updates, die erst nach dem Zeitlimit feuern. Den Inhalt des Updates, also welche der vier Parameter auf granted stehen, prüft der Befund Consent Mode V2.
Warum ist das wichtig
Consent Mode ist ein Zwei-Takt-Motor. Der Default sagt „denied“, bevor ein Tag lädt. Das Update sagt „granted“, wenn jemand zustimmt. Fehlt der zweite Takt, bleibt Google auf dem ersten stehen, und zwar für alle: Die Einwilligung ist im CMP protokolliert, bei Google nie angekommen. Kampagnen laufen dann auf modellierten Conversions, Remarketing-Listen füllen sich nicht, und im Report sieht die Consent-Rate nach einem Banner-Problem aus, obwohl das Banner seine Arbeit tut. Wie die Integration bei den gängigen CMPs aussieht, steht im Praxis-Leitfaden zu Consent Mode V2.
Häufige Ursachen
- Die Consent-Mode-Integration des CMP ist deaktiviert, das Banner speichert die Entscheidung nur intern.
- Ein Custom-Banner hat das Standard-CMP-UI ersetzt und ruft
gtag("consent","update",…)schlicht nie auf. - Das Update feuert ins Leere: eigener dataLayer-Name oder gtag ist auf der Seite nie definiert.
- Das CMP-SDK lädt nach GTM, das Update kommt zu spät und die ersten Hits der Session laufen mit dem Default raus.