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Check · C06 · Security & Bots

HTTPS prüfen: landet der Scan auf einer verschlüsselten URL

Der Check sieht nach, ob die Seite nach allen Redirects über HTTPS ausgeliefert wird. Nein ist kritisch, denn dann laufen auch die Tracking-Requests im Klartext.

Was wird geprüft

Im HTTP: Der Scan folgt allen Weiterleitungen der eingegebenen URL und sieht sich an, wo er landet. Beginnt die finale URL mit https://, ist die Zeile „ok“; sonst ist sie kritisch, mit dem Hinweis, dass Tracking-Requests unverschlüsselt laufen. Bewertet wird das Ziel. Wer http:// eingibt und sauber auf HTTPS weitergeleitet wird, bekommt deshalb „ok“.

Was der Scan nicht bewertet: das Zertifikat selbst (ein ungültiges lässt den Scan scheitern, statt eine Zeile zu erzeugen), Mixed Content auf der Seite, HSTS und die Konfiguration von TLS. HSTS steht im Befund Security Headers.

Warum ist das wichtig

HTTPS ist seit Jahren Standard, und genau deshalb fällt die Ausnahme auf: Eine Site, die 2026 noch über HTTP antwortet, hat meist auch keine Security-Header, kein Consent-Setup und ein Tracking aus derselben Zeit. Für die Messung selbst heißt HTTP: Jede Client-ID, jedes Cookie und jeder Event-Parameter geht lesbar durch jedes Netz zwischen Besucher und Server. Browser markieren solche Seiten als „nicht sicher“, Pixel und Consent-Plattformen laden dort oft gar nicht mehr. Kein Banner, keine Messung. Und die Parallelvariante ohne Redirect teilt die Signale auf zwei Origins, sodass Sessions und Referrer im Reporting auseinanderfallen.

Häufige Ursachen

  • Das Zertifikat ist abgelaufen oder deckt die Subdomain nicht ab, der Browser warnt.
  • Die HTTP-Variante leitet nicht weiter, beide Versionen laufen parallel und teilen sich die Signale.
  • Mixed Content: die Seite selbst ist HTTPS, lädt aber einzelne Ressourcen über http://.
  • Eine Landingpage oder ein Microsite-Subdomain wurde ohne Zertifikat aufgesetzt, die Hauptdomain ist sauber.

So beheben

Ein Zertifikat für jede Domain und Subdomain, die Besucher erreichen; Let's Encrypt ist kostenlos und lässt sich automatisch erneuern. Dann ein 301-Redirect von jeder HTTP-URL auf ihr HTTPS-Gegenstück, nicht nur von der Startseite, und danach Strict-Transport-Security mit einem Jahr Laufzeit, damit der Browser HTTP gar nicht mehr anfragt. Zum Schluss der Netzwerk-Tab. Nach Mixed Content filtern und jede Ressource tauschen, die noch über http:// lädt.

Erst selbst prüfen

Der Tracking-Check testet diesen Punkt zusammen mit allen anderen in Sekunden.

Tracking-Check starten →
Wir haben ein Zertifikat, der Scan meldet trotzdem kritisch. Wie das?

Der Scan bewertet die URL, auf der er nach allen Weiterleitungen landet. Antwortet die HTTP-Variante mit 200 statt mit einem Redirect auf HTTPS, bleibt er auf HTTP und meldet das. Beide Varianten laufen dann parallel, und wer den Link ohne Protokoll eingibt, bekommt die unverschlüsselte. Der Fix ist ein 301 von HTTP auf HTTPS, danach HSTS.

Was ist mit Mixed Content und abgelaufenen Zertifikaten?

Beides sieht diese Zeile nicht. Ein abgelaufenes Zertifikat lässt den Scan meist gar nicht erst laden, dann steht im Ergebnis „nicht erreichbar“. Einzelne Ressourcen über http:// auf einer HTTPS-Seite erkennt der Scan nicht; der Browser blockiert sie still, und ein Tracking-Skript, das so lädt, läuft nie. Im Netzwerk-Tab nach „Mixed Content“ filtern.

Warum ist das ein Tracking-Thema?

Weil jeder Mess-Ping dieselbe Verbindung nutzt wie die Seite. Über HTTP gehen Client-IDs, Cookies und Event-Daten im Klartext durchs Netz, und moderne Browser markieren die Seite als unsicher, bevor jemand das Banner sieht. Außerdem verweigern Tag Manager, CMPs und die meisten Pixel den Dienst auf HTTP-Seiten oder werden vom Browser blockiert.

Behebung

Verdrahtet in Tagen, nicht in Sprints.

Befunde aus dem Tracking-Check gehen im Audit Sprint in eine Reihenfolge mit Aufwand, jeder Baustein mit Abnahmekriterium.