Was wird geprüft
Im HTML: Der Scan sucht die Loader von sieben bekannten Trackern, gtm.js, gtag.js, Meta fbevents.js, Hotjar, LinkedIn Insight, Microsoft Clarity und HubSpot, lädt bis zu sechs davon selbst herunter (je drei Sekunden Zeitlimit) und addiert ihre Größe. Bis 100 KB heißt „ok“, bis 200 KB „zu prüfen“, darüber kritisch. Findet er keinen bekannten Loader, ist die Zeile ein Hinweis: nichts zu messen. Der Wert ist eine Schätzung, so steht es auch in der Zeile.
Was der Scan nicht sieht: alles, was der Container nachlädt, also die eigentlichen Tags im Tag Manager, dazu Chat-Widgets, A/B-Tests und Embeds. Er misst Übertragungsgröße oder Rohgröße, je nachdem, was der Server meldet, und nie die Rechenzeit, die ein Skript im Browser kostet.
Warum ist das wichtig
Tracking-Skripte laufen auf jeder Seite, für jeden Besucher, vor jedem Inhalt. Ein Container mit 60 Tags kann auf einem mittleren Android-Gerät mehr Zeit kosten als das Rendering der Seite selbst. Und die Last ist nur das sichtbare Symptom. Hinter 200 KB Tracking stehen meist drei Tools, die dasselbe messen, Session-Recording auf Seiten, die niemand auswertet, und ein Container, in dem seit drei Agenturen niemand aufgeräumt hat. Jedes dieser Skripte ist zugleich ein Eintrag in der Datenschutzerklärung, den jemand pflegen muss.
Häufige Ursachen
- Mehrere Analytics-Tools messen parallel dasselbe, GA4 plus Heatmap plus Session-Recording plus Produkt-Analytics.
- Tag-Manager-Container sind über Jahre gewachsen, niemand hat je einen Tag gelöscht.
- Session-Recording-Tools laden auf jeder Seite, obwohl nur der Checkout untersucht werden sollte.
- Consent-, Chat- und Personalisierungs-Widgets bringen jeweils ihre eigene Bibliothek mit.